Die Komponenten der Fort- und Weiterbildungen

Das Konzept der theoriegestützten Supervision

In den bisherigen Weiterbildungsgängen haben wir die Erfahrung gemacht, dass die Vermittlung theoretischer und behandlungs- oder beratungstechnischer Prinzipien direkt bezogen auf den eigenen Fall am fruchtbarsten ist. Deshalb vermitteln die Gruppenleiter jeweils direkt die zu den Fällen der Teilnehmer/innen passenden theoretischen und praktischen Grundlagen aus dem Bereich der Beziehungsanalyse. Entsprechende Angebote zur Literatur, die von den Teilnehmern vorbereitend gelesen wird, ergänzen dieses Konzept der Verbindung von Supervision und Theorievermittlung. Deshalb findet die für die Weiterbildung erforderliche Theorievermittlung teilweise im Rahmen der Gruppen zur theoriegestützten Supervision statt.


Die Theorietage

ergänzen die Arbeit in den Fort- und Weiterbildungsgruppen: in größeren Abständen (etwa zweimal im Jahr) finden für mehrere Gruppen gemeinsame Theorieseminare statt, in denen die grundsätzlichen Konzepte der Beziehungsanalyse und schwerpunktmäßig die speziellen Fähigkeiten, die ein bestimmtes Berufsfeld erfordert, herausgearbeitet werden. Die Schwerpunkte dieser Veranstaltungen werden jeweils adhoc von den Gruppenleitern ausgewählt – entsprechend den Themen, die in den verschiedenen Gruppen aktuell angesprochen werden und ausführlicher diskutiert werden sollen. Diesbezügliche Wünsche der Teilnehmer/innen werden nach Möglichkeit berücksichtigt. Einen Überblick über die möglichen Inhalte dieser „Theorietage“, aber auch der Konzepte und Themen, die in der theoriegestützten Supervision explizit besprochen werden, finden Sie unter „Theoretische Inhalte der Fort- und Weiterbildungen“.

An den Theorietagen (in der Regel ein Samstag) werden die theoretischen Inhalte von Dozenten dargestellt, aber auch Teilnehmer bereiten kleine einführende Referate aus der Literatur vor, die dann diskutiert werden. Zusätzlich können in diesem Rahmen auch Falldarstellungen aus dem Bereich der Weiterbildung in psychoanalytischer Paar- und Familientherapie stattfinden. – Die Literaturliste in dieser Website soll das Auffinden von einschlägiger Literatur erleichtern.


Die Familienselbsterfahrung

Soweit es von Seiten der Gruppenleiter her möglich ist und Interesse besteht, werden Gruppen zur Familienselbsterfahrung für jeweils 8 bis 10 Teilnehmer/innen angeboten. Für die Weiterbildung in psychoanalytischer Paar- und Familientherapie ist die Teilnahme an 30 Doppelstunden Familienselbsterfahrung (etwa zwei Mal jährlich ein Wochenende mit je 5 Doppelstunden) obligatorisch; (siehe die Beschreibung der Weiterbildung auf der Webseite der Akademie für Psychoanalyse und Psychotherapie München e.V. unter www.psychoanalyse-muenchen.de, dort unter Aus- und Weiterbildung/Analytische Paar- und Familientherapie).

Den Teilnehmern der Fortbildung wird die Teilnahme an einer Gruppe zur Familienselbsterfahrung dringend empfohlen. Auch Mitglieder frei vereinbarten Supervisionsgruppen können an der Familienselbsterfahrung teilnehmen, soweit Plätze dafür vorhanden sind. Die Gruppen zur Familienselbsterfahrung werden von erfahrenen Mitgliedern des AKBAM geleitet.

Die Familienselbsterfahrung dient dazu, die eigene psychische Struktur, wie sie sich in der Herkunftsfamilie entwickelt hat, und damit die persönlichen Tendenzen auf bestimmte Beziehungssituationen zu reagieren, kennen zu lernen. Für die beziehungsanalytisch orientierte Arbeit ist die Fähigkeit, die Prozesse in der eigenen Person (Gegenübertragung) zu erkennen und mit ihnen arbeiten zu können, von höchster Bedeutung.

Um die Diskretion zu wahren und die Selbsterfahrungsbeziehung von den übrigen Beziehungen in den Fort- und Weiterbildungen getrennt zu halten, kann die Familienselbsterfahrung nur bei Dozenten stattfinden, mit denen ansonsten im Rahmen der Fort- und Weiterbildungen keine Beziehung besteht. Die Familienselbsterfahrung kann beginnen, sobald eine Gruppengröße von 8-10 Teilnehmern erreicht ist. Die Termine und Orte, an denen die Familienselbsterfahrung stattfindet, werden ebenso wie die Kosten mit dem/der jeweiligen Leiter/in vereinbart.



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